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Personaler im Weltall: Zwischen zwei Paralleluniversen

Ein Beitrag zur "we dream big" BlogParade zum #DGFPc18 von Johannes Geske zusammen mit YeaHR!

Egal, wie man die Sicht auf die Personalarbeit der Zukunft auch versucht zu beschreiben, welche mehr oder weniger geglückte Metapher, welches Bild, welche Analogie man nutzt: Es läuft im Grunde immer auf zwei Sichtweisen hinaus. Soll HR nun Enabler sein? Oder Macher? Die Reise zum Mars und die gestellte Frage, wie HR mit auf diese Reise kommt, macht diese beiden Paralleluniversen erneut deutlich, in denen sich Personaler von heute zurechtfinden und aufstellen müssen.
Paralleluniversum 1: Strategisches HR ist „Enabler“, gehört nicht in die Rakete zum Mars, sondern in die Mission Control. An den Kommandostand.
Jeder kennt Neil Armstrong oder Buzz Aldrin. Die Helden im All, die waghalsig an den Grenzen zum Unbekannten die ersten Schritte in unentdeckte Welten gemacht haben. Aber wer sind eigentlich Cliff Charlesworth, Deke Slayton oder Christopher Kraft? Das waren die Mitarbeiter der NASA, die die Mission erst möglich machten. Sie waren verantwortlich für Kommunikation, Training oder Technik. Sie sind die „unsung heroes“ der ersten Mondmission – im Business 2018 die Entsprechung zu HR.

Sie kümmerten sich um das perfekt zusammengesetzte Team, rekrutierten und trainierten die richtigen Astronauten, kümmerten sich um millimetergenaue Abläufe und Prozesse, um der Gesamtmission zum Erfolg zu verhelfen.

Natürlich wussten sie um die Schwierigkeiten der Mission und die Unwägbarkeiten des Alls. Sie wussten, was geht. Was gebraucht wird. Und vor allem, wer wie zusammenarbeiten muss.

Und das haben Sie in einer dramatischen Krisensituation auch eindrucksvoll – ja, sogar in einem Hollywood-Blockbuster filmreif – bewiesen. Bei der Mission Apollo 13 schlug die Stunde der Improvisation, der Spontaneität, des Trial and Error in Mission Control. Jeder kennt das: Houston, wir haben ein Problem. Wegen versagender Sauerstofftanks musste mit scheinbar belanglosen Gegenständen ein neuer Luftfilter gebaut werden. Anpacken war angesagt. Technisches Verständnis war gefragt. Im Team und mit allen zusammen schrauben, kleben und löten war das Gebot der Stunde. Mission Control hat geliefert, das Team im All hat die Lösung umgesetzt – die Mission und das operative Team waren gerettet.

Im Paralleluniversum der digitalisierten Arbeitswelt ist völlig neues Wissen gefordert. Dieses Umfeld ist wie die Reise zum Mars eine ganz andere Hausnummer als die zum Mond vor 50 Jahren. Das Universum ist unerschlossen, die Herausforderungen sind deutlich komplexer, die Abhängigkeiten und Gefahren höher.

– HR kann in einer solchen Rolle als zusammenhaltende Kraft wirken
– kann Rahmenbedingungen setzen
– sollte die Kennzahlen kennen, verstehen und danach arbeiten können
– und das strategische Ziel immer im Auge behalten

HR in der Mission Control: Da geht es nicht darum, Angst zu haben vor der ultimativen Reise. Sondern da geht es um das Übernehmen von Verantwortung für eine der spannendsten Mission der Menschheitsgeschichte.
Paralleluniversum 2: Operatives HR muss raus aus dem Elfenbeinturm und sich selbst auf die Reise begeben.
Beamt man sich in das Paralleluniversum 2, dann findet man sich bei den Verfechtern der These wieder, operative HR – zum Beispiel die Rolle des HR Business Partner – gehört unbedingt an Bord der Rakete. Betrachtet man die Rakete als in sich geschlossenes Ökosystem, wie ein Unternehmen für sich, das mit einem cross-funktionalen Team besetzt sein sollte, dann sollte HR als Business Partner die Rolle des prozessorientierten Agile Coaches einnehmen und kann so agile Teams unterstützen. Dazu muss HR zunächst selbst agil werden, verstehen was Agilität aus Perspektive der internen und externen Kunden heißt, und eigene Erfahrungen sammeln.

Außerdem müssen HR-Instrumente in diesem Universum agil werden; auch dafür muss HR verstehen, was Agilität betrachtet durch die HR-Brille eigentlich heißt. Die Schwelle in dieses Paralleluniversums ist aber hoch: HR wird sich anstrengen müssen, um einen Platz an Bord zu bekommen. Der ist heute noch keineswegs gebucht und bestätigt.

HR´s Rolle in einer solch operativen und experimentellen Umgebung wird maßgeblich vom richtigen Mindset beeinflusst.

– Zupacken statt konzipieren
– Ausprobieren statt planen
– Sich aufeinander verlassen
– Und in der dramatischen Situation einen kühlen Kopf bewahren
Strategisches und operatives HR haben ihre Rollen bei der Mission zum Mars. Am Boden UND im All.
Die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Zwischen Paralleluniversum 1 und 2 liegt eine unendliche Anzahl weiterer Möglichkeiten für HR. In welchem Universum HR künftig auch eingesetzt werden wird: Möge die Macht mit ihr sein.

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über JOHANNES GESKE - Guide to Business Agility

Johannes Geske ist Agile Coach für Führungskräfte und Teams. Mit agilen Prinzipien und Praktiken befasst er sich seit 2003. Aus Erfahrung weiß Johannes Geske, dass Unternehmen Agilität nicht allein durch viele agile Teams erreichen, sondern durch agile Interaktionen zwischen den an der unternehmerischen Wertschöpfung beteiligten Teams. Daher hilft Johannes Geske Unternehmen, den gesamten Wertstrom „from concept to cash“ agil zu gestalten und so Business Agility zu erreichen.

Johannes Geske ist Agile Coach, Enterprise Kanban Coach (EKC), Kanban Management Professional (KMP), Scrum Trainer, Scrum Master (SPS, PSM, PSPO, PSD) und Design Sprint Moderator und vermittelt agile Arbeitsweisen wie Design Sprints, Scrum und Kanban mit großer Leidenschaft.

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YeaHR! ist ein kreatives Start-up – und gleichzeitig eine seriöse HR-Agentur. Als junges Unternehmen mit viel Erfahrung blickt YeaHR! schon auf zahlreiche Erfolgsgeschichten mit zufriedenen Kunden wie zum Beispiel Saint-Gobain, Ströer oder Porsche zurück. Und entsprechend urteilte auch die Jury des HR Excellence Awards, die YeaHR! 2017 als Personalberatung des Jahres auszeichnet: „Personalberatung mal anders – einfach frisch.“

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